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RICHTIG GUT LEBEN

RICHTIG GUT LEBEN

Der Ruf nach Lösung

Ansatzpunkte für ein richtig gutes Leben

Raus aus dem Ungelösten

Warum empfinden wir mitunter das Leben als schwer? Doch wegen all der ungelösten inneren und äußeren Angelegenheiten, die wir mit uns schleppen. Im Zustand der Gelöstheit ist nichts schwer. Im Gegenteil. Wir fühlen uns frei, locker, in unserer Kraft, fröhlich, unternehmungslustig, wir sind attraktiv für andere, dankbar für unser richtig gutes Leben und leisten gerne zum richtig guten Leben anderer unseren Beitrag. Ist es nicht so?

Warum schleppen wir also diese Angelegenheiten mit uns? Warum streben wir nicht entschlossen nach Lösung? Ein Grund mag darin liegen, dass wir es vermeiden, uns mit dem Ungelösten zu konfrontieren. Aber so tief wir auch den Kopf davor in den Sand stecken mögen, wir tragen dessen Last dennoch auf unserem Buckel.

Gesellschaft im Wandel

Die Demokratie stecke in der Krise, wird vielfach kommentiert. Warum steckt sie in der Krise? Weil sie nach Kompromissen zwischen unterschiedlichen egoistischen Interessenslagen sucht, nicht nach Lösungen des Ungelösten. PolitikerInnen werden deshalb beschimpft, belächelt, verachtet.

Greta Thunberg hingegen fliegen die Herzen nicht nur der Kinder und Jugendlichen zu. Sie macht durch ihre liebevolle Kompromisslosigkeit deutlich, worum es geht: um Lösung, wirkliche, ehrliche Lösung, keine Scheinlösung. Die Zeit fauler Kompromisse ist vorbei, postuliert mit ihr eine ganze Generation. Und das bezieht sich bei Weitem nicht nur auf den Klimawandel.

Unsere Zeit schreit nicht nach Interessensausgleich sondern nach ehrlichen Lösungen, auch wenn sie uns Opfer abverlangen.

Bei uns selbst beginnen

Die Politik spiegelt wider, was du und ich und wir alle sind. Wir schauen uns viel zu oft in den Spiegel, um uns schön zu machen, um in einer bestimmten Weise vor uns selbst und anderen zu erscheinen. Wir schauen uns viel zu selten in den Spiegel, um der Wahrheit ins Gesicht zu sehen.

Die faulen Kompromisse, die Schwindeleien, der Opportunismus, all das, was wir an der Politik, manchmal zu Recht, manchmal auch zu Unrecht, kritisieren, gibt es auch in uns. Und zwar nicht nur in der Beziehung mit unseren Mitmenschen sondern vor allem in der Beziehung mit uns selbst.

Wenn wir für unsere individuellen Themen keine wirklichen Lösungen finden, mit welchem Recht verlangen wir von Politikern, dass sie es, bezogen auf die Themen des Gemeinwesens tun? Wenn wir wollen, dass es richtig gut wird in unserem Land und überhaupt auf der Welt, dann gibt es einen Ort, wo wir sofort beginnen können, Ungelöstes einer Lösung zuzuführen. Und dieser Ort sind wir selbst.

Das Ungelöste verstehen

Angenommen, wir überwinden die Hürde unserer Trägheit und konfrontieren uns mit unseren Defiziten, dann stehen wir vor einer neuen Hürde: Es gilt das Ungelöste gründlich – mehr noch – hintergründlich, prinzipiell und in seiner ganzen Vernetztheit zu verstehen. Dann können wir es ursächlich lösen und wechseln nicht nur unseren Standort vom Regen in die Traufe, sondern in den Sonnenschein. Darin liegt die eigentliche Herausforderung.

Die Fülle anerkennen

Allerdings gibt es hierzu eine Vorstufe, ein powervolles Mittel, um unsere Erkenntnisfähigkeit, bezogen auf die Wurzeln unserer Beschwernisse, zu weiten: Dass wir nämlich das Gelöste, die Fülle in unserem Leben dankbaren Herzens annehmen, und dass wir die Fülle in anderen Menschen freudigen Herzens anerkennen. Dankbarkeit und Anerkennung bilden die Startlinie unseres Weges, richtig gut zu leben.

 

Der Urantrieb des Lebens 

In diesem Blog dreht sich alles um den Weg und die Entwicklungsschritte zu einem richtig guten Leben. Individuell RICHTIG GUT LEBEN . Beruflich RICHTIG GUT LEBEN. Als Unternehmen RICHTIG GUT LEBEN. Als junger und älterer Mensch RICHTIG GUT LEBEN.

Allem, was wir tun, liegt doch das selbe Motiv zugrunde: Der Wunsch nach einem richtig guten Leben. Wenn wir Wohlstand anhäufen, wenn wir uns dem Konsumrausch hingeben, wenn wir über Sport, Erotik, Suchtmittel und sonstige Abenteuer Adrenalinschübe auslösen, wenn wir Kinder in die Welt setzen, … so tun wir es, getrieben von der Idee, dass dies unserem richtig guten Leben diene.

Wenn wir fasten oder schlemmen, anderen ihr Hab und Gut gönnen oder neiden, wenn wir Ausländer willkommen heißen oder anfeinden, wenn wir eine Karriere anstreben oder zugunsten unserer Freizeit darauf verzichten, immer steckt der Beweggrund, richtig gut zu leben dahinter. Selbst wenn wir streiten, Krieg führen, uns sinnlos betrinken oder Selbstmord begehen, was uns dazu bewegt, ist letztlich der Wunsch, richtig gut zu leben, so untauglich, ja kontraproduktiv die Mittel dafür auch sein mögen.

RICHTIG GUT LEBEN scheint der Urantrieb unseres Lebens zu sein – RICHTIG GUT LEBEN und einen Beitrag zu leisten für das richtig gute Leben anderer. Eine krebskranke Frau, die ich in ihrem Sterbeprozess begleitete, beteuerte mir gegenüber, sie würde so gerne noch einige Jahre leben. Als ich ihr die Frage nach dem Warum stellte, hatte sie die Antwort schon parat: „Um mein Enkelkind noch ein wenig zu begleiten.“ Das Enkelkind repräsentierte ihr Glück. Es zu begleiten, das erschien ihr als RICHTIG GUT LEBEN. Sie wollte leben, um noch ein bisschen etwas von RICHTIG GUT LEBEN zu erhaschen.

Tun wir es doch einfach!

Wenn nun RICHTIG GUT LEBEN das Ziel all unserer Ziele ist, warum tun wir dann nicht, was diesem Ziel dient? Und warum tun wir so oft, was diesem Ziel zuwiderläuft?

Die vielfältigen Gründe dafür liegen auf der Hand. Weil wir uns dieses Urmotivs gar nicht bewusst sind. Weil es in diesem Zusammenhang kaum Vorbilder gibt. Weil RICHTIG GUT LEBEN keine Rolle im öffentlichen Diskurs spielt, geradezu totgeschwiegen wird. Weil wir gar nicht wissen, was RICHTIG GUT LEBEN eigentlich ist.

Weil wir meinen, RICHTIG GUT LEBEN hätte etwas mit einem Ego-Trip zu tun und wir es uns deshalb nicht zugestehen. Weil wir zu schwach sind, unser Leben gestalterisch in die Hand zu nehmen. Weil wir uns, wenn wir RICHTIG GUT LEBEN in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit stellen, nicht mehr in der Opferrolle suhlen können sondern uns selbst als verantwortlich für unser Schicksal erklären müssten…

RICHTIG GUT LEBEN – ein Weg

Was passiert, wenn wir gewahr werden, dass sich nicht nur dieser Blog, sondern natürlich unser ganzes Leben um dieses Ziel dreht, dass richtig gut zu leben so etwas wie die Radnabe unseres Lebens bildet? Dann beginnt das Rad unseres Lebens mehr und mehr rund zu laufen, dann ordnet sich alles rund um diese Mitte auf natürlichem Wege.

RICHTIG GUT LEBEN benennt ja nicht einen Endzustand, sondern einen Weg – von immer weniger Schwere zu immer mehr Gelöstheit, von immer weniger Mangel zu immer mehr Fülle, von immer weniger Verhaftet-sein zu immer mehr Freiheit, von immer weniger Kampf und Krampf zu immer mehr umfassendem Erfolg…

Und das gilt für den Mikrokosmos deines und meines individuellen Lebens, unserer Familien und unseres Unternehmens ebenso wie für den Makrokosmos unserer Gesellschaft, ja der ganzen Menschheit.

Gemeinsam dem Ruf nach Lösung folgen

Ich betrachte es als eine zentrale Aufgabe meines Lebens, mich selbst, andere, am liebsten die ganze Menschheit immer wieder auf die Bedeutung von RICHTIG GUT LEBEN hinzuweisen und dazu beizutragen, das zu lösen, was der Lösung bedarf.

Das ist Teil meines richtig guten Lebens. Und ehrlich gesagt, ich freue mich, dass ich in diesem Zusammenhang nicht ein einsamer Rufer in der Wüste bin, sondern in guter Gesellschaft von lebensfrohen, erfolgreichen, verantwortungsbewussten Menschen, die dieses Bewusstsein mit mir teilen. Und die es ihrerseits hinaustragen in ihre Netzwerke. Danke schon im Voraus dafür.

Wollen wir richtig gut leben, dann gilt es aufzuwachen und aufzuwecken, um das Ungelöste als solches wahrzunehmen, es zu benennen und es gilt, dem Ruf nach Lösung zu folgen. Der Ruf nach Lösung ist der Ruf, das Leben leichter, spielerischer, lustvoller, sinnerfüllter, mehr im Einklang mit dem großen Ganzen zu gestalten. 

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